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Pflanzenbau als Ganzes betrachten - Herausforderungen der Praxis auf den DLG-Feldtagen
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Die gesamte Sonderausgabe der AGRAVIS-aktuell zu den DLG-Feldtagen 2012
Pflanzenbau als Ganzes betrachten - Herausforderungen der Praxis auf den DLG-Feldtagen
Die Landwirtschaft findet in stetig wachsenden Betriebseinheiten statt – für diese modernen, durchrationalisierten Betriebe spielt das Arbeits- und Zeitmanagement eine wichtige Rolle. Nur eine sorgfältige frühzeitige Planung der Fruchtfolge und der Maßnahmen unter Einberechnung der leider immer größer werdenden Wetterunwägbarkeiten ermöglicht eine effiziente Produktion. Die AGRAVIS Raiffeisen AG leistet hier Hilfestellung, indem sie den Pflanzenbau konsequent als Ganzes betrachtet.
Im Pflanzenbau zählt nicht alleine die Effizienz der Einzelmaßnahme. Wichtig ist, wie sich die Summe der Maßnahmen im gesamten Betriebsablauf kombinieren und sicher durchführen lassen. Wie lassen sich die Arbeitsspitzen im April und Mai oder in der Ernte ohne Kompromisse beim Ertrag abarbeiten? Die AGRAVIS-Pflanzenbau-Beratung nimmt dazu neue Techniken frühzeitig ins Visier und prüft, optimiert und empfiehlt schließlich aus dem großen Erfahrungsschatz heraus für die Praxis. Auf dem Messestand auf den DLG-Feldtagen stellt die AGRAVIS u. a. exemplarisch am Raps, der in Mulchsaat- und Strip- Tillage-Varianten angebaut ist, die Komplexität der Fragestellungen dar, die mit der Wahl eines Anbauverfahrens zusammenhängen. Der Rapsanbau ist in Bezug auf die Arbeitswirtschaft eine herausfordernde Kultur: Es gilt, für die Feinsämerei Raps in der sehr kurzen Zeitspanne nach Ernte der Vorfrucht in zwei Arbeitsgängen eine flache und eine tiefe Bodenbearbeitung zu fahren, um ein feinkrümeliges gleichmäßiges Saatbett zu schaffen. Die Grunddüngung muss erfolgen und auch die Herbizidmaßnahme hat nur wenige Tage Zeit, sofern es sich um eine Vorauflaufvariante handelt. Die zunehmend unsichere, ungünstige Wetterlage verschärft das Zeitproblem häufig noch zusätzlich.
Zeitprobleme lösen
Das in die Praxis Eingang findende Strip-Tillage-Verfahren bietet im Raps arbeitswirtschaftlich und unter dem Aspekt Risikoabsicherung einige Vorteile: Es werden bei Bodenbearbeitung und Düngung Arbeitsgänge gespart – in der knappen Zeitspanne ein wichtiger Aspekt. Die Platzierung des Düngers direkt in den Wurzelraum der jungen Rapspflanze macht unabhängiger von größeren Niederschlagsereignissen, die sonst notwendig für das Eindringen des Mineraldüngers in den Wurzelraum sind.
Andererseits, wenn das Zeitfenster der Bestellung aufgrund von zu hohen Niederschlägen und später Befahrbarkeit sehr eng ist, hilft die Einsparung der Arbeitsgänge, dennoch die gesamte Rapsbestellung des Betriebes durchführen zu können. Bei sehr guten Wetterbedingungen ergeben sich Zeitreserven, um z. B. eine Kalkung zum Raps durchzuführen, was auf Kohlherniestandorten zunehmend wichtiger wird.
Das Strip-Tillage-Verfahren wirft aber auch Fragen beim Thema Säen auf: Wie ist die Saatstärke bei dem in Streifen gesäten Raps einzustellen? Welches ist die richtige Sorte? Frohwüchsige Hybriden wie ein DK Exstorm und NK Technik können ihre Stärken bei den geringen Saatmengen richtig ausspielen und sind dazu noch relativ tolerant, was den Saatzeitpunkt angeht. Hier kommt es dann aber auch auf jede einzelne Pflanze an und so sollte die Saatgutablage durch Einzelkornsaat und eine Top-Kalibrierung des Saatgutes optimiert werden. Die einzelne Pflanze benötigt insgesamt sehr gute Startbedingungen, was einen optimalen Beizschutz durch Premiumbeizen voraussetzt.
Nachhaltigkeit im Blick Ein derzeit noch wenig beachteter Aspekt: Ein hoher Ertrag mit dem richtigen Produktionsverfahren ist ein wichtiger Beitrag für die Nachhaltigkeit der Rapserzeugung z. B. in Bezug auf die CO2-Bilanz. Der eingesetzte Dünger – zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort pflanzenverfügbar – macht Spitzenerträge erst möglich und ergibt nebenbei eine gute CO2-Bilanz. Die Einsparung von Arbeitsgängen mit weniger Bodenbewegung reduziert Dieseleinsatz und Technikverschleiß und schont den Boden. Mit steigenden Anforderungen der Politik an die Nachhaltigkeit der Erzeugung besonders von nachwachsenden Rohstoffen wird auch dieser Aspekt der Rapserzeugung für den Landwirt an Bedeutung gewinnen. Dies ist ein Grund für die AGRAVIS, sich auch mit der Nachhaltigkeit der Produktion zu beschäftigen.
Das richtige Zusammenspiel der pflanzenbaulichen Einzelmaßnahmen sichert erst den Ertrag. Ändert der Landwirt einen Parameter im System, gilt es, die anderen Bausteine entsprechend anzupassen. Hier ist AGRAVIS der richtige Partner: Das Unternehmen ist in allen Pflanzenbau- Sparten und im Bereich Technik aktiv und innovativ unterwegs.
Info: Machen Sie sich ein eigenes Bild und besuchen Sie die Pflanzenbau- Experten der AGRAVIS auf den DLG-Feldtagen auf dem Messestand C 33. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!